Christian Methfessel

Chemiker, Musiker, Komponist, Slammer, Tänzer, Webdesigner und Mensch

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Poetry Slam und andere Schweinereien

60. Poetry Slam im Jungeggers (Schwabach) am 24.10.2013
Foto cc-by-sa von Valentin Olpp
"Was, du bist Dichter?"

 

Japp. Oder sowas ähnliches: Ich bin Poetry-Slammer (Status: emeritiert.) [turn]

 

Wenn ich etwas zu sagen habe, stelle ich mich als "der da" (ja, du darfst mich beugen) auf die Bühne und trete dann dort gegen andere Slammer an (Oder wie ich es lieber ausdrücke: Ich trete zusammen mit anderen Slammern gegen die Ignoranz und Vergnügungssucht des Publikums an [tongue]).

 

Ein Poetry Slam (neufränkisch: Boätri Schlämm) ist ein Wettstreit mehrerer Poeten, die ihre selbstgeschriebenen Texte (Gedichte, Sprechgesänge, Tagebucheinträge, Stories, ...) auf der Bühne vortragen, und damit um die Gunst des Publikums buhlen. Bei mir klappt das noch nicht so gut; ich fange zu schnell an, meine Zuhörer zu beleidigen oder zu beschimpfen. Aber das ist auch irgendwie in Ordnung, denke ich Lächelnd

Immerhin habe ich nahezu bei der Hälfte meiner Slams eine Platzierung erreicht. Dann kann das gar nicht sooo verkehrt sein [tongue]

 

Es gibt noch ein paar weitere Regeln, die kannst du aber bei Wikipedia nachlesen... oder sie werden dir sowieso erklärt, wenn du mal zu einem Poetry Slam gehst (was du unbedingt tun solltest; nirgendwo sonst gibt es so eine geballte Ladung an Poesie, Humor, Gesellschaftskritik und Nonsense!)

 

Es fing damit an, dass mein Freund Armin mich zu einem Poetry Slam (iiiih, Kultur, was soll ich denn damit? [crazy]) mitnahm – und kurze Zeit später selber mit einem eigenen Text auf der Bühne stand. Naturlich musste ich ihn begleiten, anfeuern und hinterher auslachen. Bei dieser wichtigen Aufgabe (die ich natürlich sehr ernst nahm – insbesondere den letzten Teil [rolleyes]) sprach ich ihm dann auch großspurig Mut zu: "Wenn du innerhalb eines Jahres nicht gewonnen hast, stell ich mich mal auf die Bühne und zeig dir, wie man es richtig macht!" [tongue]

Bei diesem Poetry Slam konnte ich auch mal hinter die Kulisse (neudeutsch: Backstage) schauen und lernte die anderen Slammer kennen. Ich war beeindruckt von der genialen Gemeinschaft (neudeutsch: "Slamily"). Es ging hier überhaupt nicht ums Gewinnen, sondern eigentlich nur darum, auf der Bühne zu stehen, Bier zu trinken und sich im freundschaftlichen Wettbewerb zu messen (Man munkelt, dass es in anderen Teilen Deutschlands und insbesondere bei den deutschen Meisterschaften ganz anders zugeht als im beschaulichen Franken [concern]).

 

Ich trage meinen Text Bärenfell vorJedenfalls hat mich diese Gemeinschaft so stark beeindruckt, dass ich noch in derselben Nacht (3:00 – 6:30) meinen ersten (und auch bis heute liebsten und erfolgreichsten) Slamtext verfasst habe.

 

Das Ende vom Lied: Ich habe mein Angebot an Armin kein ganzes Jahr lang durchgehalten und stand bereits im August 2010 das erste Mal auf der Bühne. Mittlerweile hat Armin auch schon von mir gelernt, wie man das mit dem Gewinnen macht. Aber darauf kommt's ja auch überhaupt nicht mehr an [rolleyes]

Außerdem hatten wir auch zusammen riesig Spaß mit unserem Team ADS und haben mächtig die Bühne gerockt! [grin] 

 

Seit Oktober 2013 habe ich mich vom Slam-Business zurückgezogen... mit der Zeit ist es mir ein bisschen zu businesschen geworden und ich möchte meine Zeit und Kreativität momentan einfach anderen Sachen widmen.

Beim Slam habe ich gesagt, was ich zu sagen hatte. Jetzt kommt was anderes dran.

 

 

Ich möchte dir hier ein paar meiner Texte vorstellen. Natürlich klingen sie live und auswendig noch unendlich geiler (und ja, alle reimen sich!); wenn du mal die Gelegenheit hast, einen Poetry Slam zu besuchen, dann mach das auf jeden Fall!

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