Christian Methfessel

Chemiker, Musiker, Komponist, Slammer, Tänzer, Webdesigner und Mensch

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NGL - christliche Musik

Seit einiger Zeit kompostiere ich verstärkt christliche Musik. Das hat den Vorteil, dass die Texte nicht immer nur so nerviger Herzschmerz-Sehnsuchts-Kitsch sind – und dass man diese Lieder auch hin und wieder mal aufführen kann.

 

Neue geistliche Lieder (auch "Neues geistliches Liedgut", NGL) sind eigentlich gar nicht so neu... diesen Begriff gibt es schon seit Längerem. Trotzdem charakterisiert es diese Art der Lieder am Besten – und distanziert von den alten, ausgelatschten Kirchenliedern, die eigentlich niemand mehr hören möchte.

 

Hier stelle ich meine christlichen Lieder zur freien Verfügung. Download, Weiterverbreitung und Aufführung sind frei und kostenlos; du darfst aber nicht (ohne ausdrückliche Erlaubnis!) mit den Liedern oder ihrer Aufführung Geld verdienen, sie umschreiben oder sie als dein Eigentum ausgeben (schon irgendwie logisch, oder?).

Auch hier gilt: Sprich mit mir! Künstler sind froh, wenn ihre Werke bekanntgemacht werden. Wir finden sicher die richtige Lösung für dich.

 

cc-by-nc-nd 3.0Kurz zusammengefasst: Die christlichen Lieder auf dieser Seite stehen unter der CreativeCommons-Lizenz. Details dazu kannst du auf der entsprechenden Lizenzseite nachlesen.

 

Ich freue mich auf jeden Fall immer über Kommentare, Anmerkungen, Konzerteinladungen, Aufnahmen und Mitschnitte. Ich möchte wissen, wie meine Musik ankommt. Na los! Das ist schließlich das Brot des Künstlers [turn]

 

Wichtiger Hinweis: ab sofort werde ich die Lieder thematisch nach Liednummern sortieren, wie sie auch in meinem Liederbuch Unterwegs stehen. Alle diese Lieder (und noch viele mehr) findest du gesammelt und gebunden auch dort. Schau oder hör doch einfach mal rein und lade es dir runter.

 

Die neusten Lieder mit korrigiertem Layout und Text stehen alle frei verfügbar im Liederbuch; diese Seite ist nur noch eine Archiv-Seite für A4-Exemplare meiner Lieder. Die Liedliste hier ist nicht vollständig.

Trotzdem kannst du hier natürlich die eine oder andere Bemerkung zur Entstehung der Lieder finden und in den Texten stöbern.

 

neuste Updates

Fr, 20.10.2017: Mein neues Weihnachtslied Christuskind ist in einer Vorabversion hochgeladen.

Sa, 03.12.2016: Die Reihenfolge der Lieder wurde angepasst, sodass sie jetzt mit dem Liederbuch übereinstimmt

Mi, 23.12.2015: Hier werden die Updates nun etwas seltener, da ich alle neuen Lieder in meinem Liederbuch Unterwegs sammle.

Mi, 23.12.2015: "ein kleiner Stern für dich" ist in der Liederbuchfassung hochgeladen.

Fr, 13.02.2015: "Nah bei mir" ist nun auch so weit überarbeitet, dass ich es veröffentlichen kann.

Fr, 13.02.2015: Mein brandneues Lied Kyrie (Sei bei uns) ist online. Ich kann kaum erwarten, es mal auszuprobieren!

Fr, 22.08.2014: Ich habe meine "Lieder für Taizé" nun auch auf meine Seite gestellt.

So, 27.04.2014: Eine kleine Textänderung bei "Du lässt dich finden".

Fr, 25.10.2013: Jetzt wird's händisch: Die beiden Lieder "In deine Hand" und "Ich leg mein Leben in deine Hände" wurden hinzugefügt.

Do, 17.10.2013: Einige kleine Textänderungen, damit "Im Schatten deiner Flügel" besser singbar wird [turn]

So, 03.03.2013: "Du lässt dich finden" wurde noch schnell nachgeschoben. Damit sind alle (fertigen) christlichen Lieder auch online zu finden.

Sa, 02.03.2013: "Ein Wort von dir" und "Im Schatten deiner Flügel" sind online.

So, 17.02.2013: "Der Herr ist mein Hirte" gibt's jetzt in F-Dur, "Mach mich wieder sehend" wurde ein bisschen überarbeitet. Außerdem habe ich "Ich glaube daran" nach einer längeren Überarbeitungsphase endlich hochgeladen.

So, 27.01.2013: Ich habe "Immer wieder neu" kompostiert und eine Kurzversion von "Wer's glaubt, wird selig" hochgeladen.

Fr, 21.12.2012: "Mach mich wieder sehend" vom 11.11.2012 hat es auch endlich auf meine Webseite geschafft.

Mo, 12.11.2012: Mein Volkersberg-Lied "Wer's glaubt, wird selig" ist nun auch hochgeladen.

Do, 25.10.2012: Ich habe herausgefunden, wie man die Akkordsymbole vereinheitlicht, konvertiert und transponierbar macht → alle Lieder noch mal geändert und hochgeladen [wink]

Wenn du eine spezielle Tonart brauchst: Sag Bescheid. Das geht jetzt in wenigen Minuten [grin]

Mi, 24.10.2012: Einige kleine Textfehler bei "Der Herr ist mein Hirte" korrigiert.

Mo, 22.10.2012: Ich bin gerade dabei, eine erste Auswahl meiner Lieder zu vereinheitlichen und hochzuladen.

So, 27.04.2014: Eine kleine Textänderung bei "Du lässt dich finden".

Burnout (A1)

Burnout

Dieses Lied entstand (wie einige andere auch) kurz vor einer Taizé-Fahrt. Es bedeutet mir viel und trifft – wie ich finde – genau den Kern:

 

Du bist am Ende angelangt und machst doch keine Rast.

Du wirst getrieben von der Angst, dass du etwas verpasst.

So hetzt du immer weiter und bist doch ohne Ziel:

Du verpasst so viel!

 

Schalt dich ab, komm mal zur Ruhe,

atme durch, und setz dich hin,

schließ die Augen, sei wieder... Kind.

Hör mal einfach auf zu denken,

du weißt, dass ich bei dir bin,

und dann macht auch alles Sinn.

 


Vielen fällt in unserer Stressgesellschaft das Abschalten und Loslassen schwer. Gehörst du auch dazu? Dann ist dieses Lied für dich.

Ich weiß, dass es für die Meisten alles andere als "einfach" ist, mit dem Grübeln und Denken aufzuhören. Sie versuchen mit aller Kraft, loszulassen. Aber bevor man da so ne großartige Wissenschaft draus macht und alles unnötig verkompliziert: Probier es doch "einfach" mal aus [wink]

 

(Und ja, ich weiß, dass "Sinn machen" ein Anglizismus ist. Aber ich bin Kompostierer. Ich darf das. Das ist sogar beabsichtigt. Damit täusche ich über meine fehlende Sachkompetenz hinweg [grin])

 

Datum: 27.03.2012
Tonart: D-Dur / C-Dur
Takt: 4/4, 110 bpm, ruhig
Download:

D-Dur (pdf, 664 KB)

C-Dur (pdf, 664 KB)

 

 

Burnout anhören

(5:18) Diese Instrumentalversion von Burnout entstand an meinem Keyboard. Ich habe sie einfach nur aufgenommen, um einen kurzen Überblick zu schaffen, wie es klingen könnte. Es gibt auch einen off-Beat. Mehr folgt bald.

Im Schatten deiner Flügel (A3)

Im Schatten deiner Flügel

Auf der Jugendtagung 2013 erhielten wir die Aufgabe, einen Psalm zu schreiben mit dem, was uns beschäftigt.

Au ja, Psalm schreiben. Das kann ich gut! Mein zweiter Name ist schließlich David! Nach einer Nachtschicht (nur ich und mein Johannas Klavier) war das Lied "Im Schatten deiner Flügel" fertig und konnte am nächsten Morgen mit tatkräftiger Unterstützung von Uli und einigen Instrumentalisten ganz spontan aufgeführt werden.

 

Dieses Lied hat viel mit meinen Erfahrungen vor und während der Jugendtagung zu tun (z.B. habe ich mich leichtsinnigerweise wirklich auf einen kleinen Teich getraut und bin auch prompt eingebrochen [grin]). Außerdem habe ich Erzählungen und Erfahrungen einiger anderer Teilnehmer in diesem Lied verarbeitet.

 

Ich lebe ohne Pläne, dreh mich im Kreis,

glaube nicht; seh dich nicht.

Ich taste mich nach vorne auf dünnem Eis,

Vertraue nicht. Versteh dich nicht.

 

Ich laufe gegen Wände, kein Weg hier raus,

ich seh nichts; Ich bin allein.

Dann breitest du deine Flügel über mir aus,

du hältst mich: Ich bin dein!

 


Unser Tagungsmotto war "Im Schatten deiner Flügel singe ich dein Lied" und es erschien mir nur passend, mich bei einem Lied über die Tagung auch von diesem Motto inspirieren zu lassen:

 

Und hier im Schatten deiner Flügel deckst du mich schützend zu.

Im Schatten deiner Flügel komm ich endlich zur Ruh'.

Im Schatten deiner Flügel; und überall bist du.

Im Schatten deiner Flügel singe ich dein Lied:

Danke, dass du mich liebst.

 


Als ich noch am Reimen und Komponieren war, kam auf einmal Uli rein und hat mir zugehört. Und mitgesungen. Und mir dann genau die richtigen Impulse gegeben. Stellen, die vorher noch holperten oder vom Sinn nicht ganz passten, haben wir in großartiger Teamarbeit umgedichtet, umgemelodiet und umrhythmisiert... und auf einmal passte alles perfekt [rolleyes]

 

Wir hatten dann zwar auf einmal einen halben Takt zuviel, aber als professioneller Musiker habe ich natürlich auch dafür eine Lösung: Einfach doppelt so schnell notieren, dann wird aus dem halben Takt plötzlich ein ganzer und es passt wieder alles [turn]

 

Datum: 12.02.2013
Tonart: D-Dur
Takt: 4/4, 140-160 bpm, offen und weit
Download:

D-Dur (pdf, 64 KB)

 

 

Im Schatten deiner Flügel anhören

(4:00) Dieses Lied habe ich als lnstrumentalversion und als off-Beat aufgenommen.

Der Herr ist mein Hirte (B1)

Der Herr ist mein Hirte

Ich habe schon seit Längerem diesen Psalm "einliedern" wollen und habe dazu auch mehrere sehr unterschiedliche Versuche unternommen.

Als ich mich dann abends zu einem off-Beat überreden inspirieren ließ, war die Melodie und Harmonie vom "Refrain" sofort da. Die "Strophe" habe ich etwas umgeschrieben und dann mir dazu einen Text ausgedacht. Wobei... bei diesem Lied gibt es ja faktisch überhaupt keine Unterteilung in "Strophe" und "Refrain". Dafür gibt es aber ein gesprochenes Solo [rolleyes]

 

Jedenfalls habe ich mich bemüht, weniger den Text wortwörtlich als vielmehr den Sinn und die Botschaft in Reimform rüberzubringen:

 

Der Herr ist mein Hirte, ich bin nicht allein

und immer wird er an meiner Seite sein.

 

Er kennt meine Sorgen, er schenkt mein Glas voll ein,

ich bin geborgen, denn bei ihm darf ich sein.

 

Barmherzigkeit und Gnade folgt mir Jahr um Jahr;

im Haus des Vaters bleib ich immerdar.

 

Vielen Dank an Magdalena für die Inspiration.

 

Datum: 03.08.2012
Tonart: F-Dur / C-Dur
Takt: 4/4, 110 bpm, behütet
Download:

F-Dur (pdf, 81 KB)

C-Dur (pdf, 81 KB)

 

 

Der Herr ist mein Hirte anhören

(5:51) Der Herr ist mein Hirte, instrumental. Die off-Beat-Version gibts auch. Und der Rest ist in Arbeit.

Vertrau mir (B2)

Vertrau mir

Dieses Lied habe ich für Karla geschrieben. Die "Ich"-Person kann hier sehr ambivalent interpretiert werden. Dadurch kann man dieses Lied einerseits als Liebeslied andererseits als christliches Lied bezeichnen; je nachdem wo und mit welcher Intention man es spielt. Schön ist es aber allemal [wink]

 

Vertrau mir.

Ich weiß, was dich bewegt

und ich bin es, der dich trägt

durch die Angst und das Leid.

Ich bin bei dir.

Ich lass' dich nicht im Stich.

Vertrau mir, ich halte dich

alle Zeit.

 

 

Das Intro kann gekürzt werden und passt auch als Untermalung perfekt auf den Refrain... ich hab's nur bisher nicht hingekriegt, das gleichzeitig so zu spielen und zu singen [turn]

 

Datum: 01.05.2012
Tonart: D-Dur / G-Dur
Takt: 4/4, 130-140 bpm, vertrauend
Download:

D-Dur (pdf, 64 KB)

G-Dur (pdf, 63 KB)

 

 

Vertrau mir (B2)

(5:07) Annika hat sich bereit erklärt, einige Lieder gemeinsam mit mir aufzunehmen. Bei "Vertrau mir" habe ich mich entschieden, überhaupt gar nicht zu singen und es komplett Annika zu überlassen. Definitiv die richtige Entscheidung! Tausend Dank, Annika. (kurzer Werbeblock: Ich gebe übrigens auch Panflötenunterricht)

 

Vertrau mir anhören

(4:53) Eine Instrumentalversion zum Reinhören. Vielleicht nehme ich auch mal eine Version mit Gesang auf. Auch zu diesem Lied gibt es einen passenden off-Beat.

Ich glaube daran (C2)

Ich glaube daran

Zum Glauben gehört, immer wieder zu zweifeln. Wenn der Glaube etwas Festes, Selbstverständliches wäre, dann wärs ja langweilig und wir hätten alle gar keine Wahl mehr [wink]

 

Genau mit diesen Zweifeln beschäftigt sich dieses Lied:

 

Herr, ich versteh dich nicht,

überall suche ich dich,

doch du bleibst verborgen und stumm.

 

Herr, ich bin ganz verwirrt,

weiß nicht, wohin du mich führst,

und voller Zweifel seh ich mich um.

 

Dabei kann man auch ruhig mal etwas aggressiver im Tonfall werden:

 

Herr, was soll dieser Mist?

Zeig endlich mal, wo du bist!

ich warte lange schon auf dein Wort.

 

Wenn man Gott krampfhaft nur durch Gewitter und Erdbeben erwartet, verpasst man ihn im kleinen Windhauch:

 

Denn du bist viel zu groß für mich;

doch in jedem kleinen Wunder seh ich dich.


Und letztendlich bleibt einem doch nur die Möglichkeit, immer wieder aufs Neue zu glauben und zu vertrauen:

 

Auch wenn ich dich nicht sehen kann, glaub ich daran;

und ich vertraue dir.

 

Datum: 11.09.2012
Tonart: G-Dur
Takt: 6/8, 180-200 bpm, zuversichtlicher
Download:

G-Dur (pdf, 70 KB)

 

 

In deine Hand (B3)

In deine Hand

"Ich lege meinen Tag in deine Hand."

 

Ein Satz, der mir seit Anfang September sehr wichtig ist und der mir immer wieder begegnet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis daraus ein Lied enstanden ist [turn]

 

Von der Grundaussage ist dieses Lied sehr ähnlich zu "Ich leg mein Leben in deine Hände", unterscheidet sich aber deutlich in der Verarbeitung und dem Blickwinkel auf dieses Thema.

"In deine Hand" ist deutlich beruhigender und hat einen optimistischen, vertrauenden Grundton; der Zweifel und die Suche stehen nicht so sehr im Vordergrund wie die Sicherheit und die Geborgenheit:

 

Ich lege meinen Tag in deine Hand,

was mich quält und mich gefangen hält nimmst du auf dich

denn du hast für mich sicher einen Plan

und du öffnest meine kleine Welt.

 

Die Strophen bleiben affirmativ:

 

Und alle meine Sorgen darf ich auf dich werfen

vom Abend bis zum Morgen kann ich sicher sein:

du bist bei mir, du wirst mich stärken.

 

Auch wenn ich ständig falle über all die Fragen,

ich weiß, du kennst sie alle; ich kann sicher sein:

du bist bei mir, du wirst mich tragen.

 

Es war mir wichtig, jeden einzelnen Tag zu betrachten. Erst nach einem Tonartwechsel in der Bridge gelangt man zum zweiten Refrain, der die Aussage schließlich aufs ganze Leben ausdehnt:

 

Ich leg mein Leben einfach (jaja, haha... [rolleyes]) vor dich hin

und ich schau mal was du damit tust; ich bin gespannt,

denn du gibst meinem Leben einen Sinn

und ich glaube: durch dich wird es gut.

 

Für mich ist das Wort, in dem die meisten Zweifel und Unsicherheiten mitschwingen, ironischerweise genau das Wort "sicher" im Refrain [turn]

Für Lisa, die genau wie ich oft Probleme hat, "einfach" loszulassen und "einfach" zu empfangen.

 

Datum: 03.10.2013
Tonart: C-Dur -> E-Dur
Takt: 4/4, 100 bpm (alla breve), weltöffnend
Download:

C-Dur (87 KB)

 

 

Ich leg mein Leben in deine Hände (B4)

Ich leg mein Leben in deine Hände

Dieses Lied habe ich schon im Juli 2012 geschrieben (an Michaels Geburtstag!); es fehlten allerdings noch 2 Strophen. Als ich vor Kurzem mich wieder mit dieser Thematik beschäftigte, fiel mir ein: "Moment, du hast doch da sowieso noch ein beinahe fertiges Lied rumliegen... das kannst du doch auch noch schnell fertig dichten".

Also habe ich dann kurzerhand 2 Strophen ergänzt und "Ich leg mein Leben in deine Hände" fertig geschrieben.

 

Der Refrain geht schon ziemlich entschlossen los:

 

Ich leg mein Leben in deine Hände.

Ich hoffe und vertrau auf dich.

Du bist der Anfang und das Ende,

und wie ein Vater bist du für mich.

 

In der Strophe, die sehr schnell, fast schon hektisch gesungen wird, kommen dann die Unsicherheit, die Kontrollsucht und das Umherirren hervor:

 

Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt,

sie sieht sehr dunkel aus.

Find ich alleine meinen Weg,

komm ich zurück nach Haus?

 

Die Hilflosigkeit steigert sich weiter:

 

Ich irre durch das Labyrinth,

fühl mich hilflos wie ein Kind,

der Weg verstellt, die Tür ist zu;

ich frag mich, wo bist du?

 

Im zweiten Teil der Strophe, spürt man dann endlich, dass mehr da ist, als man im ersten Moment vermutet:

 

Da geht sie auf, du lässt mich nicht im Stich.

Du bist die Tür und öffnest dich für mich.

 

Ganz besonders an diesem Lied sind die chromatischen Übergänge in der Strophe und die Taktwechsel (auf 2/4-Takt und sogar eine Zeile im 3/4-Takt... unser Schlagzeuger wird mich hassen!) [wink]

 

Datum: 14.07.2012
Tonart: E-Dur / C-Dur
Takt: überwiegend 4/4, 100 bpm, freihändig
Download:

E-Dur (pdf, 53 KB)
C-Dur (pdf, 53 KB)

 

 

Wer's glaubt, wird selig (C3)

Wer's glaubt, wird selig

Letztes Wochenende war ich in Volkersberg auf dem "Rock my Soul"-Workshop, dieses Jahr mit dem Motto "Aufbruch – Wer's glaubt, wird selig". In Volkersberg lernen wir eine liebevoll ausgesuchte Auswahl an neuen christlichen Liedern in kleinen Grüppchen als Band, Chor, Instrumentalgruppe, Percussion oder als Tanz. Ich war dieses Jahr wieder in der Band dabei und habe sie ordentlich mit Panflöte und Gesang aufgemischt.

Natürlich gehört zu diesem Workshop-Wochenende noch viel mehr als nur Lieder einzustudieren – auch das gemütliche Beisammensein kommt nicht zu kurz.

 

Dieses Jahr ging ich abends noch einmal in die Turnhalle, um alleine für mich ein bisschen zu spielen. Dabei entstand dann eine Melodie und kurz darauf auch ein Text (passend zum Workshopthema), den ich mir grob auf die Rückseite eines unserer Liederzettel kritzelte (so sieht das dann aus):

 

Hey du, ich würd dich gern was fragen.

Hey du, ich hoff, du hörst mir zu:

Hey du, wie kannst du nur sagen

wir soll'n vertraun und Gutes tun?

Wer's glaubt, wird selig.

 

Hey du, in welcher Welt lebst du denn?

Hey du, wer hält die Wange hin?

Hey du, da wird man doch geschlagen!

Das macht doch alles keinen Sinn.

Wer glaubt, wird selig...


Ich wollte in dieses Lied gerne ein offenes, kritisches, manchmal auch flapsiges Gespräch einbauen (vergleichbar mit Pink's "Dear Mr. President"). Die Strophen, die dabei wahrscheinlich zu sehr unter die Gürtellinie gehen, habe ich als Alternativstrophen ans Ende gesetzt [turn]

 

Vor lauter Zweifeln und Hinterfragen sollte aber meine Hauptaussage nicht zu kurz kommen:

 

... wird erfüllt von dir;

die Gedankenwelt

auf den Kopf gestellt.

Wer glaubt, wird selig.

Nichts mehr zu verliern;

neue Wege gehn,

mit dem Herzen sehn.

Wer glaubt, wird selig.

 

Wie passt das zusammen? Das muss schon jeder für sich selbst herausfinden [tongue]

 

Jedenfalls war es eine enorme Herausforderung für mich, die komplexe Struktur dieses Lieds (Intro, Strophe 1, Strophe 2, Intro, Strophe 3, Strophe 4, Refrain, Intro, Strophe 5, Strophe 6, Refrain, Bridge, Refrain, Tonartwechsel, Refrain 2, Outro) irgendwie übersichtlich in den Noten auszudrücken. Daher auch zweiseitig, mit vielen Wiederholungen, Sprungmarken und Anweisungen.

Ist mir das einigermaßen gelungen oder hast du Verbesserungsvorschläge für mich? Sag's mir!

Die alternative Kurzform lässt dich das Lied völlig frei verwurschteln, wie du es für richtig hältst. Tob dich aus [grin]

 

Ich widme dieses Lied Klaus Simon, Keyboarder bei der Band Taktwechsel und außerdem hauptverantwortlicher Organisator der "Rock my soul"-Workshops. Danke, Klaus. Ohne deinen Workshop (mit dem zufälligerweise genau auf mein Lied passenden Thema [wink]), dein Keyboard und diese verflucht chaotisch verzweigten Lieder, die wir letztes Wochenende gespielt haben, hätte es dieses Lied nie so in dieser Form gegeben!

 

Datum: 21.10.2012
Tonart: D-Dur
Takt: 4/4, 105 bpm
Download:

D-Dur (pdf, 119 KB)

D-Dur, Kurzversion (pdf, 83 KB)

 

 

Immer wieder neu (D2)

Immer wieder neu

Ich bin ein böser Mensch. Ich saß heute bei Elía im Gottesdienst und hab die Musik genossen (und natürlich fleißig mitgesungen). Dann hatte ich auf einmal die Idee zu einem neuen Lied im Kopf. Das erschien mir dann irgendwie wichtiger als die Predigt, deshalb habe ich mich ganz leise rausgeschlichen und daheim dieses Lied kompostiert [turn]

 

Ich mag an vielen Lobpreisliedern nicht, dass sie meist original in Englisch sind. Ich mag englisch. Aber die Übersetzung ins Deutsche ist meist ziemlich grottig und absolut reimfrei... [neutral]

Was mir bei diesen Liedern außerdem nicht gefällt ist dieses "Du bist so groß, du bist so mächtig und herrlich". Gott ist nicht groß. Sonst könnte er ja wohl kaum in jeden von uns reinpassen. Also ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber in mir drin ist nicht mehr wirklich viel Platz [rolleyes]

 

Wie eine Blume auf Asphalt,

wie ein Licht in dunkler Nacht,

so bahnst du dir deinen Weg

wie es ansonsten niemand schafft.

 

Wie eine Lichtung tief im Wald,

wie eine Hand in meiner Hand,

so gibst du Ruhe, gibst du Halt

wie es ansonsten niemand kann.

 

Das Wichtige ist ja letztendlich, dass Glaube nicht eine einmalige Sache ist. "Im geistlichen Leben bedeutet 'Disziplin' die Anstrengung, einen Raum zu schaffen, in dem Gott wirken kann, [...] wo etwas passieren kann, das du nicht schon geplant und mit dem du nicht gerechnet hast." (Henri Nouwen) / eine schöne Predigt dazu (01.07.2012); .mp3, 40 min, 26 MB, ab 27:45). Man muss ein bisschen Disziplin bewahren und sich immer wieder neu darauf einlassen:

 

Immer wieder neu komm' ich zu dir.

Immer wieder neu zeigst du dich mir.

Immer wieder neu gibst du dich selber für mich hin.

 

Immer wieder neu öffnest du dich.

Immer wieder neu verblüffst du mich.

Immer wieder neu zeigst du, wie wichtig ich dir bin.

Immer wieder neu.

 

Datum: 27.01.2013
Tonart: C-Dur
Takt: 4/4, 100-120 bpm, aufblühend
Download:

C-Dur (pdf, 78 KB)

 

 

Ein Wort von dir (E1)

Ein Wort von dir

Triolen! Ich mag Triolen! Die sind immer so schön drittelig.

 

Ich habe mir vorgenommen, endlich mal ein "Herr erbarme dich" zu kompostieren. In diesem Lied arbeite ich wieder viel mit Zweifeln und Gegensätzen:

 

Manchmal kann ich nicht mehr auf dich vertraun.

Du bist fort. Du lässt mich im Stich!

Manchmal kann ich dir nicht in die Augen schaun.

Herr, erbarme dich.

 

Diese Gegensätze führen sich auch im Refrain noch fort (der natürlich völlig gegensätzlich zur Strophe ist Lächelnd [turn]):

 

Ein Wort von dir ist für mich alles, was mich trägt und was mich treibt.

Ein Wort von dir gibt mir Nähe und Geborgenheit.

Ein Wort von dir zeigt mir die Weite und zeigt mir die Welt.

Ein Wort von dir ist das Einzige was zählt.

 

Dieses Lied ist wieder in D-Dur. Ganz einfach weil das eine ultracoole Tonart ist.

 

Datum: 27.08.2012
Tonart: D-Dur
Takt: 4/4, 142 bpm, frei
Download:

D-Dur (pdf, 77 KB)

 

 

Ein Wort von dir anhören

(3:20) eine frühe Version in C-Dur zum Reinhören. Auf dem Weg zum fertigen Lied hat sich in der Strophe noch ein bisschen was zurechtgeruckelt, aber für den Anfang soll's reichen [wink]

Kyrie (Sei bei uns) (E3)

Kyrie (Sei bei uns)

Das Problem, wenn man so viele tolle christliche Lieder kennt: Sobald man sich hinsetzt um einfach mal was zu improvisieren, muss man sehr bald feststellen, dass es dieses Lied schon gibt (das Finden des "Originals" ist dann meist ziemlich schwer...). Manchmal hat man aber Glück und kann die Melodieführung so weit verändern, dass daraus ein wirklich neues Lied entsteht. Oder, man sammelt einfach von genug verschiedenen Liedern unterschiedliche Inspirationen zusammen. Ich bin da ganz ehrlich zu dir, immerhin sind das alles tolle Songs [wink]

 

Ursprüngliche Akkordfolge & Melodie Refrain: Licht dieser Welt (Ich will dich anbeten) [Feiert Jesus, Band 3 S. 53 & Band 4 S. 145]

Idee: Licht der Welt [Feiert Jesus, Band 4 S. 154]

Melodieabwandlung Refrain: Reine Flügel [japp, ist von mir]

Oberstimme: Halleluja (Der Herr ist bei uns) [auch von mir [rolleyes]]

Melodie Strope: Sei behütet auf deinen Wegen [Feiert Jesus, Band 4 S. 199]

Aufbau der Strophe & Textinspiration: Oh Herr, steh uns bei [Gregor Linßen]

Zweitstimmführung/Harmonisierung der Strophe: Nähme ich Flügel der Morgenröte [Feiert Jesus Band 1 S. 135; allerdings würde ich dir deutlich andere Harmonien empfehlen: Asus4 -> A, einfach unendlich genial! [grin]]

Tonartwechsel zur Bridge: Hymne des 3. Jahrtausends (ist leider absolut unbekannt [neutral]) bzw. You raise me up

 

Sei bei uns, steh uns bei, durch das Dunkel dieser Welt.

Sei bei uns, mach uns frei, spreng die Kette, die uns hält.

 

In unsern Bitten: Herr, erbarme dich!

In unsrer Not: Herr, verlass uns nicht!

In unserm Dunkel: Herr, sei uns Licht!

Herr, erbarme dich!

 

Dieses Lied bedeutet mir viel. Zum einen, weil ich viel zu selten flotte, fetzige und wirklich mitreißende Ohrwürmer Lieder schreibe (Kyrieeeeeeeeeeeeeeeeeee *träller* [rolleyes]), zum anderen, weil die Bridge mit den Tonartwechseln wirklich ne Gänsehautatmosphäre schafft (Tipp: Nimm bei der Bridge im ersten Schlag des ersten Taktes noch das F dazu, dann klingt das weniger abrupt (kannst du dir auch im off-Beat anhören, etwa bei 3:00). Oder lass die Bridge einfach weg. Ist ja nicht unbedingt nötig [wink]).

Und dann ganz besonders auch deshalb, weil Lisa während der ganzen Entstehung dieses Liedes dabei war. Vom ersten Improvisieren am Klavier über die absolut chaotische Liedrecherche und den anfänglichen Textentwürfen bis hin zur fertigen Notation. (Und immer wieder: Kyrieeeeeeeeee! [grin]) Das war richtig schön für mich [heart]

 

Datum: 07.02.2015
Tonart: D-Dur
Takt: 4/4, 174 bpm, frei
Download:

D-Dur (pdf, 694 KB)

 

 

Mach mich wieder sehend (E4)

Mach mich wieder sehend

Auf dem Weg zum Tanzclub begegne ich immer einem netten älteren Herren. Eigentlich ist er wie du und ich, nur dass er halt keine Arbeit hat und kein Wort deutsch spricht. Aber dafür lächelt er immer freundlich [wink]

 

Für ihn ist dieses Lied:

 

Und hektisch laufen wir vorbei, jeder denkt an sich.

Wir suchen Geld und Glück und frei

sind wir trotzdem nicht.

Sieh dich um und hör mal zu:

Viele brauchen dich!

Die Welt heilt sich nicht von allein.

Darum rufe ich:

 

Mach mich wieder sehend für das Leid der Welt.

Mach mich widerstehend gegen Gier und Geld.

Mach mich dorthin gehend wo die Hilfe fehlt.

Mach mich wieder sehend.

 


Dieses Stück verarbeitet die Geschichte des blinden Bettlers Bartimäus aus dem Markus-Evangelium (10, 46-52).

 

Datum: 11.11.2012
Tonart: a-moll
Takt: 4/4, 140 bpm, aufbrechend
Download:

a-moll (pdf, 50 KB)

 

 

Du lässt dich finden (F2)

Du lässt dich finden

Ich wollte mal statt den üblichen Vortragsliedern ein allgemeinverträgliches Lobpreis-Lied kompostieren, welches jeder sehr einfach mitsingen kann. Das A und O bei solchen Liedern ist die mehrfache Wiederholung und die absolute Unkreativität bei der Melodieführung. So ganz hat das nicht geklappt... natürlich musste ich wieder mal jede Menge Triolen einbauen [rolleyes]

 

In diesem Lied ist man auf der Suche; man verstellt sich selbst den Weg:

 

Ich suche dich, ich renne umher.

Von zuviel "ich" seh ich dich nicht mehr.

 

Jetzt wär das natürlich langweilig, wenn in dem Lied sonst nichts passiert. Also lassen wir mal etwas geschehen:

 

Doch du begegnest mir,

du öffnest mir die Tür,

und ich bin ganz erfüllt von dir,

denn du bist bei mir.

 

Und dann ist da natürlich der obligatorische nichtssagende Lobpreis-Part, in dem besungen wird, wie überaus toll und fluffig und plüschig alles ist:

 

Du lässt dich finden, du bist immer da;

Du lässt dich finden, die Botschaft ist wahr;

Du lässt dich finden, ich warte auf dich;

Du lässt dich finden, bist alles für mich;

Du lässt dich finden, warst schon immer hier;

Du lässt dich finden, ich öffne mich dir;

Du lässt dich finden, aus "ich" werden "wir";

Du lässt dich finden, ich danke dir.

 

Dieses Lied verwendet fast ausschließlich "Deutschlands stärkste Reime": "-ich" und "-ir". Und ja, ich konnte mir verkneifen, auf "Bier" zu reimen. Und das, obwohl wir in Franken sind... [tongue]

 

Für Jürgen, der sich mal ein flotteres Lied gewünscht hat. Und sowieso eher ein Weinliebhaber ist [grin]

 

Datum: 15.10.2012
Tonart: D-Dur
Takt: 4/4, 120 bpm, findend
Download:

D-Dur (pdf, 48 KB)

 

 

Halleluja (Der Herr ist bei uns) (F3)

Halleluja (der Herr ist bei uns)

Dieses Lied ist das erste meiner christlichen Lieder... und ich habe es in Spanien komponiert. Es fing alles damit an, dass ich in einem sauguten (aber spanischen) Chor gesungen habe. Eines Nachts habe ich dann lebhaft geträumt, wie unser Chor ein Lied singt. Ich bin aufgewacht und nach ein bisschen Grübeln wurde mir klar: Dieses Lied haben wir nicht im Repertoire. Also sagte ich zu mir: "Na gut, dann ist es meins", griff schnell zu Zettel und Papier (mal sehn, wer's merkt [wink]) und schrieb es mir so grob auf. Danach packte ich (aus Ermangelung eines Klaviers [weinend]) meine Panflöte aus und korrigierte meine Notizen ein wenig (ich musste dazu lautlos spielen, es war 3 Uhr nachts...). Dabei habe ich eine interessante Tatsache festgestellt: Ich träume exakt in C-Dur! [grin]

Der dritte Schritt war dann, die dahingekritzelten Noten am Notebook einzutippen, zu korrigieren, den Text hinzuzufügen und in ein vernünftiges Format zu bringen... dann war die Nacht auch schon vorbei [turn]

 

Der Refrain ist sehr einfach gehalten (was erwartest du von einem Stück, das um 3 Uhr nachts entstanden ist?)

 

wir singen Halleluja, der Herr ist bei uns,

Halleluja, wir sind nicht allein.

Halleluja, er wird uns leiten,

Halleluja, und bei uns sein.


Dafür sind die Strophen – auch bedingt durch meine intensive Chorerfahrung in jener Zeit – enorm komplex... bei diesem Stück hat alles eine Bedeutung und alles hängt irgendwie miteinander zusammen:

 

Manchmal ist alles wie ein Gefängnis

und du kannst dich nicht draus befrein,

du rüttelst an den Stäben doch du sitzt hier fest

und du bist ganz allein.

 

Weil ich dieses Lied daheim mit meiner Band ausprobieren wollte und wir einen extrem guten Tenor und eine geniale Sopranistin haben, entstand dabei ein "Wechselspiel" zwischen Sopran und Tenor: Der Tenor wiederholt den Text der Sopranstimme, nimmt die folgende Melodieführung aber schon mal vorweg. Dann sing er weiter dazwischen, bis der Sopran das alles persönlich nimmt und ins Stocken gerät:

 

Ich bin ganz allein, ist da wer an meiner Seite, der mir helfen kann?

 

Das ist die Stelle, wo (das darf man hier schreiben, weil es besser aussieht als "an der der", besser klingt als "an welcher der" und immer noch richtiger ist als "an der welcher") der Tenor die Führung übernimmt und den Sopran schließlich mitzieht:

 

Dann schließt du deine Augen

und du fängst an zu glauben:

Er ist an deiner Seite.

Er ist der Schlüssel für dich

und für dich öffnet er sich:

er ist unser Gott.

 

Bis es dann wieder im gemeinsamen Refrain mündet. Halt. Wirklich gemeinsam? Der Tenor braucht wie immer eine Extrawurst. Genau wie unser Lead-Sänger [tongue]

 

Soviel dazu. Bisher konnte ich das aber noch nicht mit irgendjemandem einstudieren, weil es halt schon ordentlich happig ist. Wenn du es mit deinem Chor ausprobieren möchtest, schreib mir doch einfach mal.

 

 

Datum: 28.02.2012
Tonart: G-Dur
Takt: 4/4, 100 bpm
Download:

G-Dur (pdf, 685 KB)

 

 

der Herr ist bei uns anhören

(4:50) Weil dieses Lied so komplex ist (und ich alleine leider nicht vierstimmig singen kann) gibt es hier nur eine midi-Instrumental-Version, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von meinem Notationsprogramm Lächelnd

Nah bei mir (G2)

Nah bei mir

"Du bist nah bei mir, du bist an meiner Seite.

Du bist nah bei mir, ich geh' den Weg mit dir.

Du bist nah bei mir, und du bist meine Zeit, denn

du bist nah bei mir, nah bei mir."

 

Dieses Lied (auch als kompletter off-Beat anhörbar) erzählt von Nähe, Gegenwart, Hingabe und Aufopferung. Und von Staunen.

 

Die Strophen sind zweigeteilt: Zuerst sind wir noch sehr Ich-fixiert; alles dreht sich um uns. Zumindest oberflächlich und auf dem ersten Blick:


Ich gehe meine Wege, ich gehe auf dich zu,

ich gehe auf in Staunen, und seh', so bist nur du.

 

Ich höre deine Stimme, ich höre, wie du rufst,

ich höre auf zu kämpfen und merk', wie gut du tust.

 

Beim zweiten Teil wirst du aktiv. Wer bist du?

 

Du schaust mir in die Augen, du schaust mir ins Gesicht,

du schaust mich an und sagst mir: "Hey, ich verlass' dich nicht!"

 

Du gibst mir meine Stärke, du gibst dich für mich hin,

du gibst mir die Erfahrung, wie wichtig ich dir bin.

 

Das wärs auch schon. Mehr muss man gar nicht sagen.

 

Wenn du magst, kannst du noch den Psalm 139 (Flügel der Morgenröte) dazu sprechen oder einen Tonartwechsel (hin und natürlich auch wieder zurück) probieren – eine winzig kleine Anleitung steht schon dabei (die hab ich eigentlich für mich da hingeschrieben, weil ich die Akkorde für die Tonartwechsel sonst immer vergesse... [crazy]), entschuldige bitte, dass es so unübersichtlich ist. Aber das wirst du sicher schon hinbekommen.

 

 

Datum: 28.04.2014
Tonart: F-Dur
Takt: 4/4, 140 bpm, nah
Download:

F-Dur (680 KB)

 

 

Lieder für Taizé (T1-T7)

Lieder für Taizé

Wer mich kennt weiß: Ich bin in den letzten Jahren schon so das ein oder andere Mal in Taizé gewesen. Die typischen "Taizé-Choräle", die dort gesungen werden, sind sehr einfach gehalten und leben durch ihre vielen Wiederholungen, wodurch sie einen meditativen Charakter bekommen: Spätestens nach der dritten Wiederholung hat man die Stimme im Kopf und kann denselben abschalten und einfach singen.

Die Gesänge aus Taizé haben mich sehr geprägt und so kam es fast schon zwangsläufig, dass ich in letzter Zeit selbst auch einige Choräle geschrieben habe.

 

Auf diesen zwei Seiten habe ich alle meine selbstkompostierten Taizé-Choräle gesammelt. Ich werde sicherlich noch mal näher auf die einzelnen Lieder eingehen; jetzt soll es aber erst mal reichen, dass du sie herunterladen, ausprobieren und singen kannst.

 

Da ich sozusagen mal absolut keine Ahnung von Chorsätzen habe (aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen lernt man das in meinem Chemiestudium einfach nicht...) bin ich über Feedback sehr, sehr dankbar. Einfach in die Kommentare oder direkt per Mail.

 

Sternchentext: Taizé ist ein eingetragener Markenname von Ateliers et Presses de Taizé. Diese Lieder sind keine offiziellen Taizé-Lieder, sondern Kompositionen, die ich in, um und für Taizé geschrieben habe.

 

Datum: 22.08.2014
Tonart: verschiedene
Takt: verschiedene
Download:

Lieder für Taizé (pdf, 100 KB)

 

 

Und ob ich schon wanderte (T10)

Und ob ich schon wanderte

"Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich" (Ps.23;4)

Der wohl bekannteste Psalm in der Bibel wurde schon häufiger vertont (auch von mir). Dieser Kanon ist aber ein ganz besonderer. Ich habe 9 Versionen gebraucht, bis ich – und Lisa – endlich zufrieden waren. Jetzt passt aber alles und ich kann ihn dir zum mitsingen und mitspielen geben.

Der Kanon ist im 3/4tel Takt, hat 3 Einsätze und spiegelt (zumindest in meinen Augen/Ohren) ganz wundervoll die Satzmelodie dieses Psalms wieder. Du findest sowohl das "finstere Tal", als auch die Hoffnung und Zuversicht (du bist bei mir) und natürlich auch den Stecken, den Stab und den Trost.

Du kannst in den off-Beat reinhören, 15 Minuten die geballte Ladung Kanon!

 

Datum: 12.04.2017
Tonart: e-moll
Takt: 3/4
Download:

Und ob ich schon wanderte (pdf, 60 KB)

 

 

ein kleiner Stern für dich (W1)

ein kleiner Stern für dich

 

 

Ein kleiner Stern für dich gibt dir Hoffnung, gibt dir Weite,

ein kleiner Stern für dich gibt dir nachts ein helles Licht.

Ein kleiner Stern am Horizont wird dich durchs Leben leiten.

Ein kleiner Stern erscheint für dich.

 

Ein kleiner Stern für dich wird dich durch die Zeit begleiten.

ein kleiner Stern für dich füllt dich an mit seinem Schein.

Ein kleiner Stern am Horizont bleibt stets an deiner Seite.

Ein kleiner Stern wird bei dir sein.

 

Dieses Lied ist ein Weihnachtslied. Also noch 'ne Strophe!

 

Ein kleiner Stern für uns führt uns hin zu seiner Krippe,

ein kleiner Stern für uns leuchtet sanft über dem Stall.

Als kleiner Stern am Horizont kommt Gott in uns're Mitte.

Der kleine Stern strahlt überall.

 


Mein erstes Weihnachtslied. Die Kinder vom Kinderchor (siehe die Aufnahme unten) lieben es! Und ich auch.

Ein schönes, ruhiges Lied, mit schönen Akkordfolgen und einem tollen Orgelpunkt.

Das Lied habe ich aus meinem Liederbuch Unterwegs rauskopiert, was im A5 quer Format ist. Daher sieht das Layout dieses Liedes etwas untypisch aus. Im Liederbuch sind übrigens auch noch einige andere neue Lieder drin, die ich auf dieser Seite noch nicht hochgeladen habe. Ansehen lohnt also auf jeden Fall!

 

Dieses Lied ist für Zita, die sich einfach nicht traut, nach ihrem kleinen Stern zu greifen [tongue]

 

Datum: 06.10.2015
Tonart: F-Dur
Takt: 4/4, 120 bpm, sanft und weit
Download:

F-Dur (pdf, 57,3 KB)

 

 

ein kleiner Stern für dich (W3)

(2:54) Meine Panflötenschülerin Melanie wollte den kleinen Stern gerne beim Weihnachtskonzert ihrer Schule aufführen. Dieser Livemitschnitt (entschuldige bitte die Qualität und die quasi gar nicht vorhandenen Spielfehler... du weißt ja sicher, wie aufregend sowas ist!) wurde von einer Cellistin und mit einem absolut genial-knuffigen Chor begleitet. Auch hier gibt es natürlich einen off-Beat dazu.

 

Christuskind (W5)

Christuskind

In einem Stall in Bethlehem vor gut zweitausend Jahren

kamst du als kleines Kind zur Welt, ganz hilflos, nackt und arm.

Wer hätte das damals gedacht, dass so etwas geschieht?

Dass mitten in der kalten Nacht du neue Hoffnung gibst.

Kyrie eleison, kyrie eleison. Kleines Christuskind.

 

So fängt mein neues Weihnachtslied an. Es ist die Weihnachtsgeschichte, aber mal aus einer ganz neuen Perspektive.

Momentan wird der Text noch mal etwas überarbeitet. Für Feedback und Verbesserungsvorschläge bin ich sehr dankbar.

 

Die nächsten zwei Strophen erzählen die Geschichte aus der Sicht der Hirten:

Zuallererst erschien ein Licht den Hirten auf dem Feld.

Ein Engel sprach: "Fürchtet euch nicht! Der Heiland kam zur Welt!"

Dann waren tausend Engel da, es wurde gleißend hell.

Sie sangen laut "Halleluja, der Heiland kam zur Welt!"

 

Die Hirten waren ganz verblüfft, sie zählten doch nicht viel?

Die Einfachsten der Unterschicht; und Engel riefen sie!

So liefen sie schnell zum Stall hin um Jesus anzusehn.

Er lag in einer Krippe drin. Sie konnten's kaum verstehn.

 

Und weiter geht's mit den drei Weisen und ihren ziemlich umpassenden Geschenken. Was sie wohl gedacht haben, wo sie ihren König finden würden?

 

Die Weisen reisten lange Zeit; sie folgten einem Stern.

Sie waren furchtbar weit gereist den König zu verehr'n.

Sie suchten wirklich überall und fanden ihn dann so:

Der König lag in einem Stall! Ein kleines Kind im Stroh.

 

Sie brachten ihm Geschenke dar, die wirkten fehl am Platz:

Der Weihrauch duftet wunderbar, und Gold, ein wahrer Schatz.

Die Weisen brachten Myrrhe und sie priesen dieses Kind.

Maria hielt die Worte tief in ihrem Herzen drin.

 

Und zum Abschluss noch mal eine Strophe, was diese Geschichte für uns eigentlich bedeutet:

In einem Stall in Bethlehem, ganz unwichtig und klein.

Wer ahnte, dass in dieser Nacht das Licht der Welt erscheint?

Dass du einmal als Friedensfürst uns alle zu dir ziehst,

uns Menschen zur Erlösung führst und unsre Schuld vergibst.

 

Kyrie eleison, kyrie eleison. Kleines Christuskind.

 

Datum: 04.10.2017
Tonart: e-moll
Takt: 4/4, 150 bpm, ziemlich unbegreiflich
Download:

e-moll (pdf, 59,2 KB)

 

 

NGK - christians Kommentare

Bitte rechnen Sie 8 plus 4.
Heike Brauckmann

7) 03.05.2015 20:19Kommentar von Heike Brauckmann

Hallo Christian,
ich hatte heute endlich mal Gelegenheit, eines deiner Lieder im Gottesdienst zu singen:
"Der Herr ist mein Hirte" passte wunderbar in einen Taufgottesdienst, weil es der Taufspruch vom kleinen "Mats" war. Da wir den Psalm 23 auch noch als gemeinsamen Psalm mit der Gemeinde hatten, habe ich deine Vertonung in beiden Gottesdiensten, die ich begleiten durfte, als Solo statt Orgeleingang gesungen: den Leuten hat´s gut gefallen!
Herzliche Grüße aus dem Münsterland! Mach noch ein paar schöne Lieder!
LG Heike

Heike

6) 18.02.2015 00:00Kommentar von Heike

Hallo Christian,
habe mir grade das neue Kyrie angeschaut und angehört (und ausgedruckt) - finde ich seeeehr schön! Würde ich gerne mal singen: Problematisch für mich "Einfachgitarrenspielerin" ist nur die Bridge: da kriege ich Probleme beim Transponieren - ich kann nun mal keine Barrégriffe und 2 Tonarten gleichzeitig zu transponieren klappt i.d.R. nicht wirklich!! Deine "Klimpereien" gefallen mir nebenbei bemerkt ganz wunderbar - ich würde mir wünschen, mal so ein tolles Klavierspiel zu unseren Chorsongs zu haben! Leider gibt´s hier keinen, der´s kann und darum bleibt´s bei Gitarrenbegleitung. Hast du eigentlich eine Band/ Chor für deine Lieder und seid ihr auch irgendwo "aktiv", oder spielt ihr nur für euch?
Alles Gute und weiterhin viel Erfolg beim Komponieren (- ganz besonders gerne in einer Tonart! Hab Mitleid mit den Minderbegabten!)
LG Heike

Heike

5) 12.01.2015 15:59Kommentar von Heike

Hallo Christian! Ich finde auch, du solltest ruhig das Wort "komponieren" benutzen, du verdienst die Bezeichnung "Komponist" in jedem Fall!
Durch Zufall bin ich auf deine Lieder gestoßen und habe sie mir gleich ausgedruckt, weil sie mir sehr gut gefallen haben. Ich werde bestimmt einige der Lieder bei uns im Gottesdienst singen, vielleicht auch zusammen mit meinem Chor. Wir singen alles aus dem Bereich NGL in ein.- und zweistimmig mit Gitarrenbegleitung - mangels Klavierspielers! Danke für die schönen Lieder! Und schreib noch ein paar davon!
LG Heike

Antwort:

Hi Heike,

kompostieren ist sozusagen ein kleiner "Running-Gag" bei mir. Und manchmal bin ich ein wenig albern, dann muss das halt sein. Nimms mir bitte nicht übel [turn]

 

Ich hab mich sehr gefreut, dass du meine Lieder ausdruckst und ausprobierst. Danke, das ist super!

Viktor

4) 12.12.2014 04:02Kommentar von Viktor

Hi Christian,
mir ist aufgefallen, dass du das Wort "kompostieren" häufiger auf der Site benutzt. Ich will niemandem die Künstlerfreiheit absprechen, jedoch ist der Ausdruck in Bezug auf die Musik demnach negativ zu verstehen.
Mir gefällt das Wort "komponieren" viel besser. Es ist sogar so, dass ich dieses Wort gerne höre. Vielleicht auch nur, weil ich mir bisher nicht die Mühe gemacht habe selbst zu komponieren.

Steffi Bös

3) 28.10.2014 09:53Kommentar von Steffi Bös

Hallo Christian!
In Taizé im August hat mit ein netter Typ den lila Liederzettel in die Hand gedrückt und ich kam jetzt erst dazu, auf deiner Internetseite zu schauen und bin ganz beeindruckt.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das ganze zu singen. Wo kommst du her und seit wann schreibst du Lieder, ein großer Traum von mir, bin nur seit 20 Jahren bei der Polizei gelandet und komme aus der Geschichte kaum raus, kann ganz schlecht loslassen. Die Musik hat mir immer schon aus der größten Not geholfen. Wie war das bei dir? Hast du tatsächlich Chemie studiert??

LG Steffi

Patricia

2) 04.10.2014 18:23Kommentar von Patricia

Hallo Christian,
dieses Jahr war ich in der letzten Augustwoche am schönsten Ort der Welt, in Taizé. Als ich einmal noch am sehr späten Abend in der Kirche saß, ganz vertieft meinen Gedanken nachhängend, da wurde auf einmal ein Lied angestimmt, das ich noch nie gehört hatte - und das will etwas heißen, denn ich kann mit Fug und Recht behaupten, eigentlich alle Taizélieder zu kennen. Erst war ich verwirrt, schreckte regelrecht hoch, aber bald fand ich Gefallen an dem unbekannten Werk. Von den seltsamen lila Liedblättern, die ausgeteilt wurden, habe ich leider keins abbekommen, und so blieb mir nichts anderes übrig, als zu schweigen und zu lauschen. "For God alone my soul waits in silence", das hat mich echt berührt und war in diesem Moment des stillen Gebets genau das, was ich brauchte. Dafür wollte ich jetzt mal "Danke" sagen.

Michi

1) 23.10.2013 17:14Kommentar von Michi

Hallo Christian
ich bin's Michi.
Dein Lied Mach Mich Wieder Sehend finde ich sehr schön. Die Melodie und die Akkorde passen einfach gut zum ganzen Lied bzw. Text.

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